Mutterschaften erforschen. Politisch. Intersektional. widerständig.
Interdisziplinäres Online-Kolloquium

Hier finden sich die Abstracts, der Zoom-Link und weitere wichtige Informationen.
Kaum ein gesellschaftliches Feld ist so stark normiert und zugleich politisch aufgeladen wie Mutterschaft. Zwischen Tradwife-Ästhetik und neoliberalen Imperativen der Selbstoptimierung ist sie längst zum ideologischen Aushandlungsraum geworden. Während rechte und neokonservative Bewegungen Mutterschaft gezielt instrumentalisieren und naturalisieren, verschieben individualisierende Vereinbarkeitsnarrative strukturelle Verantwortung ins Private.
Das interdisziplinäre Online-Kolloquium „Mutterschaften erforschen“ setzt hier an: Gemeinsam mit dem Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft sowie dem icp-institute for critique and practice entwickeln wir eine strukturanalytische, queer-feministische und intersektionale Perspektive auf Mutterschaft als politische Praxis.
Im Fokus steht die Frage, wie Mutterschaft jenseits von Moralisierungen und neoliberalen Verkürzungen neu gedacht werden kann—als eine Praxis, die gesellschaftliche Machtverhältnisse nicht nur reproduziert, sondern auch irritiert und transformiert.
Das Kolloquium bringt Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen zusammen, um bestehende theoretische und empirische Ansätze zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Es versteht sich als offenes, solidarisches Austauschformat (friendly/open colloquium).
Eingeladen sind Early-Career-Forschende, etablierte Wissenschaftler*innen sowie Interessierte.
Anmeldung unter: kolloquium@mutterschaft-wissenschaft.de
PROGRAMM SOMMERSEMESTER 2026
07.05.26, 12:00-15:30 Armut und Prekarität
- Louisa Kamrath: „Berlin. Stadt der Mütter“
- Elena Höpfner: „Prekäre Mutterschaft im Jobcenter“
- Katharina Graf: „Mutterschaft und Essen“
- Melodie Luana Burri: „Familien(er)leben in Erwerbsarmut“
- Luisa Perdomo Lopez, Andrés Llanos, Gloria Sanchez: „Mutterschaft im Asylregime“
10.06.26, 12:00-15:30 Normierung von Mutterschaft
- Jacqueline Knopp: „Handlungsleitende Orientierungen zu Mutterschaft unter Bedingungen von Prekarität“
- Donata Weinbach: „Literarische Modellierungen von Mutterschaft und Frauenkörpern“
- Maike Esselbrügge: „Mutterschaft und Reue“
- Giovanna Gilges: „Gute Mütter in der Sexarbeit“
07.07.26, 12:00-15:30 Mutterschaft und Wissenschaft
- Lisa Tölle, Carolin Quenzer-Alfred, Franka Metzner-Guczka: Mutterschaften in verletzenden Verhältnissen
- Eileen Wittenberger, Annette Hilscher, Hanna Haag: „Vollblutmutter, Vollblutwissenschaftlerin?“
- Jule Lilje, Okka Zimmermann: „Rollenkonflikte, Erwartungsmanagement und Retraditionalisierung“
- Moms@science: „Mütter in der Wissenschaft – ein Systematic Review“
Hier finden sich die Abstracts, der Zoom-Link und weitere wichtige Informationen.
Das Kolloquium wird im Wintersemester 2026/27 fortgesetzt.
Eine Kooperationsveranstaltung des Projekts FEM POWER Vision mit dem Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft und dem icp Berlin.



