Gleichstellungsarbeit in einem landesweiten Netzwerk

Archiv Veranstaltungen

Mutterschaften erforschen . Politisch. Intersektional. widerständig.

10.06.2026 -

Online | 12 - 15:30 Uhr  

Interdisziplinäres Online-Kolloquium: Normierungen von Mutterschaft

Kaum ein gesellschaftliches Feld ist so stark normiert und zugleich politisch aufgeladen wie Mutterschaft. Zwischen Tradwife-Ästhetik und neoliberalen Imperativen der Selbstoptimierung ist sie längst zum ideologischen Aushandlungsraum geworden. Während rechte und neokonservative Bewegungen Mutterschaft gezielt instrumentalisieren und naturalisieren, verschieben individualisierende Vereinbarkeitsnarrative strukturelle Verantwortung ins Private.

Das interdisziplinäre Online-Kolloquium „Mutterschaften erforschen“ setzt hier an: Gemeinsam mit dem Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft sowie dem icp-institute for critique and practice entwickeln wir eine strukturanalytische, queer-feministische und intersektionale Perspektive auf Mutterschaft als politische Praxis.

Im Fokus steht die Frage, wie Mutterschaft jenseits von Moralisierungen und neoliberalen Verkürzungen neu gedacht werden kann—als eine Praxis, die gesellschaftliche Machtverhältnisse nicht nur reproduziert, sondern auch irritiert und transformiert.

Das Kolloquium bringt Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen zusammen, um bestehende theoretische und empirische Ansätze zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Es versteht sich als offenes, solidarisches Austauschformat (friendly/open colloquium).

Eingeladen sind Early-Career-Forschende, etablierte Wissenschaftler*innen sowie Interessierte.

Anmeldung unter: kolloquium@mutterschaft-wissenschaft.de

 

PROGRAMM SOMMERSEMESTER 2026

07.05.26, 12:00-15:30 Armut und Prekarität

  • Louisa Kamrath: „Berlin. Stadt der Mütter“
  • Elena Höpfner: „Prekäre Mutterschaft im Jobcenter“
  • Katharina Graf: „Mutterschaft und Essen“
  • Melodie Luana Burri: „Familien(er)leben in Erwerbsarmut“
  • Luisa Perdomo Lopez, Andrés Llanos, Gloria Sanchez: „Mutterschaft im Asylregime“

10.06.26, 12:00-15:30 Normierung von Mutterschaft

  • Jacqueline Knopp: „Handlungsleitende Orientierungen zu Mutterschaft unter Bedingungen von Prekarität“
  • Donata Weinbach: „Literarische Modellierungen von Mutterschaft und Frauenkörpern“
  • Maike Esselbrügge: „Mutterschaft und Reue“
  • Giovanna Gilges: „Gute Mütter in der Sexarbeit“

07.07.26, 12:00-15:30 Mutterschaft und Wissenschaft

  • Lisa Tölle, Carolin Quenzer-Alfred, Franka Metzner-Guczka: Mutterschaften in verletzenden Verhältnissen
  • Eileen Wittenberger, Annette Hilscher, Hanna Haag: „Vollblutmutter, Vollblutwissenschaftlerin?“
  • Jule Lilje, Okka Zimmermann: „Rollenkonflikte, Erwartungsmanagement und Retraditionalisierung“
  • Moms@science: „Mütter in der Wissenschaft – ein Systematic Review“

Hier finden sich die Abstracts, der Zoom-Link und weitere wichtige Informationen.

Das Kolloquium wird im Wintersemester 2026/27 fortgesetzt. 

 

Eine Kooperationsveranstaltung des Projekts FEM POWER Vision mit dem Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft und dem icp Berlin.

 

 

mehr ...

Wie machst du das denn? How do you do it? Mothers in science tell their story

11.06.2026 -

Online | 14:00 - 15:30 Uhr 

Wie machst du das denn? Offene Gespräche über Care, Karriere und Chaos. Online-Vernetzungstreffen für Mütter in der Wissenschaft in Sachsen-Anhalt 

Role model edition mit Dr.in Marina Zempeltzi

Stay curious and create a supporting network

How do other mothers manage to balance their careers and family life? What works well for them, what helps them—and what doesn’t always go as planned?

In this meeting, Dr. Maria-Marina Zempeltzi will share insights into her personal and professional journey in academia as part of the event series “How do you do it? Mothers in Science share their stories”. A neuroscientist, science manager and science communication expert, she currently serves as Project Manager of MAZI, the Magdeburg Center for Cell and Immunotherapy, at UMMD while balancing a scientific career and family life. Her talk will focus on the importance of curiosity, confidence in one’s own strengths, and supportive networks in shaping an authentic and fulfilling academic path. As both a mother and a scientist, she is passionate about making academic careers more visible, more human, and more compatible with real life – especially for young women researchers navigating their own paths in science.

As always, the meeting offers space for open exchange, questions, and mutual empowerment within an appreciative, confidential setting.

All interested individuals are warmly welcome—regardless of gender, career stage, or family situation.

Zoom Link:

https://ovgu.zoom-x.de/j/61298482161

Meeting-ID: 612 9848 2161
Kenncode: 356031

contact: czerney@kgc-sachsen-anhalt.de  


We look forward to seeing you!

Ein Angebot des Pilotprojekts Mutterschaft und Wissenschaft im Projekt FEM POWER Vision.

An initiative of the pilot project  "Mutterschaft und Wissenschaft Maternity and Sciencewithin the FEM POWER Vision project.

The terms “motherhood” and “mother” can run the risk of perpetuating societal assumptions and stereotypes. We explicitly advocate for a use of these terms that reflects on these assumptions and is open to the diversity of mothers and motherhood. Not only cis women are mothers; not all mothers have given birth; and not everyone who has given birth is a mother.

Furthermore, motherhood does not affect only mothers—all people identified as female will be confronted with the topic in various ways at some point in their lives—regardless of whether they actually have children or wish to have them. By this, we mean, on the one hand, people who identify as mothers, regardless of their gender, and, on the other hand, people who experience motherhood or are confronted with it, even if they do not identify as mothers.

mehr ...

„(F)empowering Mutterschaft - Mutterschaft und Demokratie “ Eine Vortragsreihe zu Care, Wissen und Widerstand

22.06.2026 -

Online | 14:00 - 15:30 Uhr 

„(F)empowering Mutterschaft - Mutterschaft und Demokratie “ 
Eine Vortragsreihe zu Care, Wissen und Widerstand

Gerechte Geburtshilfe statt ideologisierte Mutterbilder
Eva Tolasch & Clara Eidt 

In Zeiten, in denen Gleichstellungsarbeit und feministische Errungenschaften in Sachsen-Anhalt zunehmend infrage gestellt werden, möchte die Vortragsreihe Mutterschaft als gesellschaftspolitischen und demokratischen Erfahrungsraum sichtbar machen. Mutterschaftsdiskurse prägen Vorstellungen von Familie, Geschlecht, Arbeit und Fürsorge – und damit auch die Grundlagen unseres demokratischen Zusammenlebens.

Wir verstehen Mutterschaft als einen Ort von Verantwortung, Beziehungsethik und Solidarität, zugleich aber auch als Schauplatz politischer Auseinandersetzung: Wer gilt als „gute Mutter“? Wer darf Mutter sein? Und wessen Fürsorge findet gesellschaftliche Anerkennung?

Die Reihe lädt Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen und Kulturschaffende dazu ein, neue Narrative von Mutterschaft zu entwickeln – jenseits konservativer oder antifeministischer Engführungen – und Räume feministischer Demokratiebildung zu öffnen.

22.06.2026 | Online | 14:00 - 15:30 Uhr 

Das Verhältnis von Demokratie und Mutterschaft loten Tolasch und Eidt in ihrer explorativen qualitativen Untersuchung zu Erzählungen von Hebammenstudierenden aus. Sie zeigen, dass Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett politisch sind. Denn diese besonderen Lebensereignisse werden nicht von allen Mütter* gleichermaßen – trotz Standards und Leitlinien – sicher und unterstützend erlebt. Reproduktive Gesundheitsversorgung ist vielmehr von strukturellen Ungleichheiten geprägt, die entlang von etwa Klasse, Herkunft, Geschlecht, geografischer Lage, Aufenthaltsstatus oder Körpernormen gesundheitliche Versorgungsqualität bestimmen. Mutterschaft wird dabei als sozial und institutionell strukturiertes Feld verstanden, was (un)gleiche vergeschlechtlichte (Sorge-)Positionen hervorbringt. In diesem Setting analysieren die Referentinnen, inwiefern Vielfalt (nicht) gelebt werden kann. Ausgehend von einem demokratischen Grundverständnis stellt sich die Frage, wer unter welchen Bedingungen (k)einen Zugang zu Unterstützung, Ressourcen und Handlungsspielräumen für ein gutes gesundheitliches Wohlbefinden erhält? Vom Standpunkt der reproduktiven Gerechtigkeit eröffnet der Vortrag Ansatzpunkte für eine solidarische, diversitätsgerechte Geburtshilfe jenseits biologistischer und heteronormativer Narrative sowie rechter Mutterideologien.

 

Infos und Anmeldung bitte an: czerney@kgc-sachsen-anhalt.de

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

Ein Angebot des Pilotprojekts Mutterschaft und Wissenschaft im Projekt FEM POWER Vision.

Eine Kooperationsveranstaltung des Projekts FEM POWER Vision mit dem Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft und dem icp Berlin.

 

Die Begriffe „Mutterschaft“ und „Mutter“ können Gefahr laufen, gesellschaftliche Zuschreibungen und Stereotype zu reproduzieren. Wir sprechen uns explizit für einen Gebrauch der Begriffe aus, der diese Zuschreibungen reflektiert und offen für die Vielfalt von Müttern und Mutterschaft ist. Nicht nur cis-Frauen sind Mütter, nicht alle Mütter haben geboren und nicht alle, die geboren haben, sind Mütter.

Außerdem betrifft Mutterschaft nicht nur Mütter - alle als weiblich gelesenen Personen werden irgendwann in ihrem Leben auf unterschiedliche Weise mit dem Thema konfrontiert - auch unabhängig von tatsächlich vorhandenen Kindern oder einem Kinderwunsch. Wir meinen damit einerseits Menschen, die sich als Mütter identifizieren, unabhängig von ihrem Geschlecht, und andererseits Menschen, die Mutterschaft erfahren oder damit konfrontiert sind, auch wenn sie sich nicht als Mutter identifzieren.

mehr ...

Mutterschaften erforschen . Politisch. Intersektional. widerständig.

06.07.2026 -

Online | 12 - 15:30 Uhr  

Interdisziplinäres Online-Kolloquium: Mutterschaft und Wissenschaft

Kaum ein gesellschaftliches Feld ist so stark normiert und zugleich politisch aufgeladen wie Mutterschaft. Zwischen Tradwife-Ästhetik und neoliberalen Imperativen der Selbstoptimierung ist sie längst zum ideologischen Aushandlungsraum geworden. Während rechte und neokonservative Bewegungen Mutterschaft gezielt instrumentalisieren und naturalisieren, verschieben individualisierende Vereinbarkeitsnarrative strukturelle Verantwortung ins Private.

Das interdisziplinäre Online-Kolloquium „Mutterschaften erforschen“ setzt hier an: Gemeinsam mit dem Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft sowie dem icp-institute for critique and practice entwickeln wir eine strukturanalytische, queer-feministische und intersektionale Perspektive auf Mutterschaft als politische Praxis.

Im Fokus steht die Frage, wie Mutterschaft jenseits von Moralisierungen und neoliberalen Verkürzungen neu gedacht werden kann—als eine Praxis, die gesellschaftliche Machtverhältnisse nicht nur reproduziert, sondern auch irritiert und transformiert.

Das Kolloquium bringt Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen zusammen, um bestehende theoretische und empirische Ansätze zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Es versteht sich als offenes, solidarisches Austauschformat (friendly/open colloquium).

Eingeladen sind Early-Career-Forschende, etablierte Wissenschaftler*innen sowie Interessierte.

Anmeldung unter: kolloquium@mutterschaft-wissenschaft.de

 

PROGRAMM SOMMERSEMESTER 2026

07.05.26, 12:00-15:30 Armut und Prekarität

  • Louisa Kamrath: „Berlin. Stadt der Mütter“
  • Elena Höpfner: „Prekäre Mutterschaft im Jobcenter“
  • Katharina Graf: „Mutterschaft und Essen“
  • Melodie Luana Burri: „Familien(er)leben in Erwerbsarmut“
  • Luisa Perdomo Lopez, Andrés Llanos, Gloria Sanchez: „Mutterschaft im Asylregime“

10.06.26, 12:00-15:30 Normierung von Mutterschaft

  • Jacqueline Knopp: „Handlungsleitende Orientierungen zu Mutterschaft unter Bedingungen von Prekarität“
  • Donata Weinbach: „Literarische Modellierungen von Mutterschaft und Frauenkörpern“
  • Maike Esselbrügge: „Mutterschaft und Reue“
  • Giovanna Gilges: „Gute Mütter in der Sexarbeit“

07.07.26, 12:00-15:30 Mutterschaft und Wissenschaft

  • Lisa Tölle, Carolin Quenzer-Alfred, Franka Metzner-Guczka: Mutterschaften in verletzenden Verhältnissen
  • Eileen Wittenberger, Annette Hilscher, Hanna Haag: „Vollblutmutter, Vollblutwissenschaftlerin?“
  • Jule Lilje, Okka Zimmermann: „Rollenkonflikte, Erwartungsmanagement und Retraditionalisierung“
  • Moms@science: „Mütter in der Wissenschaft – ein Systematic Review“

 

Hier finden sich die Abstracts, der Zoom-Link und weitere wichtige Informationen.

 

Das Kolloquium wird im Wintersemester 2026/27 fortgesetzt.

 

Eine Kooperationsveranstaltung des Projekts FEM POWER Vision mit dem Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft und dem icp Berlin.

 

 

 

mehr ...

Letzte Änderung: 02.06.2026 -
Ansprechpartner: Webmaster