„(F)empowering Mutterschaft - Mutterschaft und Demokratie “ Eine Vortragsreihe zu Care, Wissen und Widerstand
Online | 14:00 - 15:30 Uhr
„(F)empowering Mutterschaft - Mutterschaft und Demokratie “
Eine Vortragsreihe zu Care, Wissen und Widerstand
Mothering- Subversive Fürsorge als radikale Praxis
Purnima Vater & Carolina Tamayo Rojas
In Zeiten, in denen Gleichstellungsarbeit und feministische Errungenschaften in Sachsen-Anhalt zunehmend infrage gestellt werden, möchte die Vortragsreihe Mutterschaft als gesellschaftspolitischen und demokratischen Erfahrungsraum sichtbar machen. Mutterschaftsdiskurse prägen Vorstellungen von Familie, Geschlecht, Arbeit und Fürsorge – und damit auch die Grundlagen unseres demokratischen Zusammenlebens.
Wir verstehen Mutterschaft als einen Ort von Verantwortung, Beziehungsethik und Solidarität, zugleich aber auch als Schauplatz politischer Auseinandersetzung: Wer gilt als „gute Mutter“? Wer darf Mutter sein? Und wessen Fürsorge findet gesellschaftliche Anerkennung?
Die Reihe lädt Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen und Kulturschaffende dazu ein, neue Narrative von Mutterschaft zu entwickeln – jenseits konservativer oder antifeministischer Engführungen – und Räume feministischer Demokratiebildung zu öffnen.
12.10.2026 | Online | 14:00 - 15:30 Uhr
Mothering – Subversive Fürsorge als radikale Praxis ist eine Einladung und zugleich eine Forderung: Mothering als politische Praxis ins Zentrum gesellschaftlicher Auseinandersetzungen zu rücken. Denn Formen der Fürsorge, des Teilens und des Sich-Kümmerns sind keine Nebenschauplätze, sondern subversive, radikale Praktiken, auf die Gesellschaft nicht verzichten kann und darf. Der Vortrag basiert auf dem Band „Mothering – Subversive Fürsorge als radikale Praxis“, in dem Purnima Vater und Carolina Tamayo Rojas Stimmen versammeln, die Mothering in seiner Pluralität sichtbar machen – als gelebte, widerständige und zutiefst politische Praxis. Zwischen Gedichten, theoretischen Reflexionen, Gesprächen und Bildern entfaltet sich ein vielstimmiges Gewebe aus Erfahrungen von Mothering und Nicht-Mothering, von Care, Verantwortung und Widerstand. Der Vortrag lenkt den Blick auf die oft unsichtbaren Realitäten von Fürsorge und fragt nach den Möglichkeiten, Mothering jenseits hegemonialer, vergeschlechtlichter und kolonial geprägter Normen zu denken. Mothering erscheint hier als Form der Wissensweitergabe und als gegen-epistemische Praxis, die in Beziehungen, Gesten, Routinen und Geschichten weiterlebt. In diesen Verflechtungen liegt das Potential von Transformation: die Imagination anderer Zukünfte, in denen Fürsorge, Beziehung und Bildung zu Orten der Veränderung werden.
Infos und Anmeldung bitte an: czerney@kgc-sachsen-anhalt.de
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Ein Angebot des Pilotprojekts Mutterschaft und Wissenschaft im Projekt FEM POWER Vision.
Eine Kooperationsveranstaltung des Projekts FEM POWER Vision mit dem Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft und dem icp Berlin.

Die Begriffe „Mutterschaft“ und „Mutter“ können Gefahr laufen, gesellschaftliche Zuschreibungen und Stereotype zu reproduzieren. Wir sprechen uns explizit für einen Gebrauch der Begriffe aus, der diese Zuschreibungen reflektiert und offen für die Vielfalt von Müttern und Mutterschaft ist. Nicht nur cis-Frauen sind Mütter, nicht alle Mütter haben geboren und nicht alle, die geboren haben, sind Mütter.
Außerdem betrifft Mutterschaft nicht nur Mütter - alle als weiblich gelesenen Personen werden irgendwann in ihrem Leben auf unterschiedliche Weise mit dem Thema konfrontiert - auch unabhängig von tatsächlich vorhandenen Kindern oder einem Kinderwunsch. Wir meinen damit einerseits Menschen, die sich als Mütter identifizieren, unabhängig von ihrem Geschlecht, und andererseits Menschen, die Mutterschaft erfahren oder damit konfrontiert sind, auch wenn sie sich nicht als Mutter identifzieren.

