FEM POWER Netzwerk: Landesweite Vernetzung & gleichstellungspolitische Zusammenarbeit

Die standortübergreifende gleichstellungspolitische Zusammenarbeit im FEM POWER Netzwerk ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des Landesprogramms FEM POWER, die über die Umsetzung der Maßnahmen an den einzelnen beteiligten Einrichtungen hinausgeht.

Im Rahmen des FEM POWER-Netzwerks werden die Expertisen der Projektmitarbeiter*innen sowie Gleichstellungsakteur*innen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Hochschulen Anhalt, Harz, Magdeburg-Stendal und Merseburg, der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und der Leibniz-Institute IAMO, LIN Magdeburg und IPK Gatersleben standortübergreifend gebündelt. Die intensive Vernetzung und der regelmäßige Austausch tragen zur Professionalisierung und fachlichen Unterstützung der Gleichstellungsarbeit und -maßnahmen im Rahmen des Projektes bei. Zudem stärken sie die Gleichstellungspolitik auf Landesebene durch die Zusammenarbeit mit schon vorhandenen Netzwerken wie der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen Sachsen-Anhalts (LaKoG) und der Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung der MLU Halle. Im Rahmen dieser Kooperationen werden Strategien zur hochschulischen Gleichstellungsarbeit sowie Stellungnahmen zu aktuellen wissenschaftspolitischen Entwicklungen im Land erarbeitet. Der Mehrwert der landesweiten gleichstellungspolitischen Zusammenarbeit liegt damit in der fachlichen Unterstützung der einzelnen Standorte sowie der Gleichstellungsarbeit des gesamten Wissenschaftsstandorts Sachsen-Anhalt.

Die FEM POWER-Mitarbeiter*innen sind an ihren eigenen Einrichtungen Expert*innen, Ansprechpersonen, Multiplikator*innen und Netzwerker*innen für Gleichstellung und werden auch   darüber hinaus durch die bundesweite Vernetzung des FEM POWER Netzwerkes wahrgenommen.

Im Rahmen der Netzwerkarbeit wird Gleichstellungsexpertise gebündelt und wurden Strukturen des regelmäßigen Austauschs und standortübergreifender Kooperation entwickelt. Die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit ermöglicht die Kommunikation der FEM POWER-Aktivitäten in ihrer quantitativen wie qualitativen Schlagkraft.

Zwei Beispiele hierfür sind der Gendercampus Sachsen-Anhalt sowie die Veranstaltung FEMPOWERing Sachsen-Anhalt im Oktober 2019.

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Auf der Online-Plattform Gendercampus Sachsen-Anhalt werden regelmäßig Termine und Veranstaltungen aus den Bereichen Gender, Genderforschung, Chancengleichheit, Diversity und Feminisums veröffentlicht. Damit wird die Bandbreite des Gleichstellungsengagements an den Wissenschaftseinrichtungen und darüber hinaus in Sachsen-Anhalt aufgezeigt und zugänglich gemacht. Hier geht es zum gendercampus.

 

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Im Rahmen der ersten gemeinsamen Veranstaltung (F)EMPOWERing Sachsen-Anhalt! 3 Jahre FEM POWER in Wissenschaft &Forschung: Zwischenbilanz & Zukunftsperspektiven wurde unter der Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, eine Halbzeitbilanz gezogen. Hierzu präsentierten die beteiligten Einrichtungen – die zwei Universitäten des Landes, vier Hochschulen, die Kunsthochschule und vier Leibniz-Institute - ihre bisherigen Projekterfolge und gaben einen Ausblick auf weitere gleichstellungspolitische Entwicklungen und Aktivitäten im Rahmen von FEM POWER. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Veranstaltung Entscheidungsträger*innen aus Wissenschaftspolitik und Wissenschaftsorganisationen mit Expert*innen und Akteur*innen aus Gleichstellung und Geschlechterforschung zusammengebracht, um gemeinsam über die Gestaltung von Gleichstellungspolitik an Sachsen-Anhalts Hochschulen und Außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu diskutieren. 

Gerade in einem ostdeutschen Bundesland wie Sachsen-Anhalt, wo die strukturelle Verankerung von Gleichstellungsarbeit noch im Wachsen und die angemessene finanzielle Ausstattung eine Herausforderung ist, ermöglicht die landesweite gleichstellungspolitische Zusammenarbeit im Rahmen eines ESF-Programms einen kräftigen Anschub für den Aufbau nachhaltiger Strukturen. Aufgrund der langen Programmlaufzeit wird kontinuierliche und tiefergreifende Gleichstellungsarbeit ermöglicht, welche wiederum die Grundlage für einen wirklichen Kulturwandel darstellt.